Klimaschädliche Substanzen

Dämmstoffe aus XPS und PUR/PIR wurden in der Vergangenheit mit Treibmitteln aus der (H)FCKW-Familie geschäumt. Nach dem Verbot von (H)FCKW durch das Montrealer Protokoll (wegen ihrer zerstörerischen Wirkung auf die stratosphärische Ozonschicht) wurden die chemisch nahe Gruppe der HFKW eingesetzt, welche zwar keine ozonschädigenden Eigenschaften mehr, dafür aber wie (H)FCKW extrem hohe Wirksamkeit als Treibhausgase (GWP100 in der Größenordnung 10³) aufweisen. Zwar wird der Einsatz durch nationale Gesetze wie die österreichische HFKW-FKW-SF6-Verordnung, BGBl. II 447/2002 igF, eingeschränkt aber nicht vollständig ausgeschlossen. Dabei werden zwei Anforderungen unterschieden.

- i. Frei von (H)FKW- und (H)FCKW Stoff (GWP > 300)
- ii. Frei von voll- oder teilhalogenierten organischen Verbindungen (z.B. HFKW, HFCKW, FKW oder FCKW) mit einem GWP > 1. (Strengere Anforderung)

Nachweis:
- Herstellerbestätigung inkl. Angabe des Treibmittels und dessen GWP
- Für Wärmedämmstoffe gilt das Kriterium u.a. als erfüllt, wenn die Produkte nach UZ 43 (ab Ausgabe 2015) des österreichischen Umweltzeichens ausgezeichnet sind.

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