Mauermörtel

Mauermörtel

Beschreibung

Mauermörtel verbinden Mauersteine kraftschlüssig und gewährleisten einen Ausgleich von Maßtoleranzen der Mauersteine. Das Größtkorn des Sandes beträgt 4 mm, bei Dünnbettmörtel 1 mm. Hinsichtlich der verwendeten Bindemittel werden Mauermörtel in Zement-, Kalk-, Kalkzement-, Lehm- oder Putz- und Mauerbinder-Mörtel eingeteilt.
Nach dem Ort der Herstellung unterscheidet man Werk- und Baustellenmörtel, nach der Zugabe von Wasser (zum Gemisch der Ausgangsstoffe) im Werk oder erst auf der Baustelle Werkfrisch- und Werktrockenmörtel, nach der Konsistenz Frisch- (gebrauchsfertig, verarbeitbar) und Festmörtel (verfestigt bzw. ausgehärtet). 
In Abhängigkeit von der Zusammensetzung, der Lagerfugendicke oder der Gesteinsart werden Normalmörtel (NM), Leichtmörtel (LM), Dünnbettmörtel (DM) und Lehmmauermörtel verwendet.

Nachnutzung

Mit historischem Mauermörtel vermauertes Mauerwerk lässt sich vergleichsweise gut rückbauen, und die Mauersteine können teilweise unbeschädigt aufgenommen werden. Das Trennen von modernen Mauermörteln und Mauerstein ist dagegen sehr aufwendig, da ein guter Haftverbund zwischen Mörtel und Stein als ein wichtiges Kriterium für die Qualität eines Mauermörtels gilt. In der Regel fällt daher kein sortenreiner Mauermörtel an, sondern gemischter Mauerwerkabbruch, bestehend aus Mauersteinen und Mörtel sowie gegebenenfalls weiteren Stoffen wie z. B. Beschichtungen oder Putze. Der Mörtel erhöht den Feinanteil im Rezyklat und beschränkt die Einsatzmöglichkeiten. Bei der Nassaufbereitung können Staub und Feinsand ausgewaschen werden. Das erhöht die Qualität des Recyclingmaterials, aber auch die Restmenge.

Detaillierte Informationen zum Baustoff und zur Nachnutzung siehe:
https://www.wecobis.de/bauproduktgruppen/moertel-estriche-pg/mauermoertel-pg.html (geplante Publikation der neuen Texte: Nov 26)

Lehmmauermörtel

Beschreibung

Lehmmauermörtel dient zum Versetzen von Lehmsteinen im Innen- und witterungsgeschützten Außenbereich mit Ton als Bindemittel. Lehmmauermörtel sind häufig auch für das Vermauern anderer Mauersteine wie gebrannte Ziegel, Kalksandstein oder Betonstein geeignet.
Ein Hersteller bieten einen recyclingfähigen Lehm-Dünnbettmörtel an, der für tragendes Lehmsteinmauerwerk bis Gebäudeklasse 5, Ziegelmauerwerk bis Gebäudeklasse 4 sowie für nicht tragendes Mauerwerk jeglicher Art geeignet ist.

Nachnutzung

Der Lehmmauermörtel fällt gemeinsam mit dem Lehmsteinbruch an. Eine sortenreine Rückgewinnung ist nicht notwendig, da sich der Lehmmauermörtel gemeinsam mit dem Lehmstein hochwertig verwerten lässt. Die rückgebauten Lehmbaustoffe können nach dem Ausbau durch Feuchtezugabe wieder aufgeweicht (replastifiziert) und neu geformt werden. Verunreinigungen mit Zement, Gips oder anderen Bindemitteln verhindern bzw. erschwerten den Lehmkreislauf.

Detaillierte Informationen zum Baustoff und zur Nachnutzung siehe: https://www.wecobis.de/bauproduktgruppen/moertel-estriche-pg/mauermoertel-pg/lehmmauermoertel-pg.html (geplante Publikation der neuen Texte: Nov 26)

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