IBO-Richtwerte 2012

Die IBO-Richtwerte 2012 basieren methodisch auf der im April 2012 neu erschienenen ÖNORM EN 15804.

Die neue Norm EN 15804

Im April 2012 wurde die ÖNORM EN 15804 erstmals publiziert. Um die Konsistenz zwischen produktspezifischen Daten und Richtwerten beizubehalten, wurde daher eine Aktualisierung der bauökologischen Daten notwendig. Die wesentlichen Neuerungen waren:

  • Der Primärenergieinhalt wurde in Übereinstimmung mit der EN 15804 auf Basis des unteren statt des oberen Heizwerts berechnet. Der untere Heizwert liegt um ca. 5 bis 10 % unter dem bis dahin in Österreich gebräuchlichen oberen Heizwert.
  • Die Charakterisierungsfaktoren für das Globale Erwärmungspotenzial (GWP) und das Versauerungspotenzial (AP) wurden von der wissenschaftlichen Society adaptiert bzw. wurden neue hinzugefügt. So wurde der Faktor von biogenem Methan von 23 auf 20 CO2-Äquivalente gesenkt, der Faktor für Kohlenmonoxid von 1,53 auf 1,57 CO2-Äquivalente erhöht. Eine wesentliche Änderung erfolgte beim Schwefeldioxid, dessen Versauerungsbeitrag von 1 auf 1,2 SO2-Äquivalente geändert wurde.

Neue aktualisierte Baustoffdaten

2012 wurden außerdem folgende Aktualisierungen und Ergänzungen durchgeführt:

  • Produktionsdaten der Baustoffe wurden aktualisiert, vereinzelt sind neue Produkte in die Durchschnittsberechnung eingegangen. 
  • Die neuen Baustoffdaten beruhen auf den aktualisierten Basisdaten aus ecoinvent v.2.1. Relevanten Einfluss auf die Ergebnisse haben dabei v.a. der Elektrizitätsmix und die Transportmodule.
    • Durch die Einführung von Abgasklassen (EURO 3, 4, 5) haben sich der Fuhrpark und damit die Emission an säurebildenden Substanzen deutlich verbessert.
    • Beim Elektrizitätsmix ist der Anteil der erneuerbaren Energieträger deutlich gestiegen, während die fossilen Brennstoffe zurückgehen. Wie beim Transport liegt auch hier das Versauerungspotenzial deutlich niedriger als noch 2007.
  • Neue Produkte v.a. aus dem Bereich der Haustechnik, sind hinzugekommen.

Die Daten für die IBO-Richtwerte 2012 wurden im Rahmen der Studie „Passivhaus- Bauteilkatalog] erhoben.

Passivhaus-Bauteilkatalog - Ökologisch bewertete Konstruktionen / Details for Passive-Houses. Gefördert durch „Haus der Zukunft“. Publikation durch Springer Wien 2007.

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